Blogartikel Dezember 2017

Laufen und Trinken

 

Von DR. RONALD ECKER

 

Trinken und Gesundheit:

Die meisten Menschen trinken zu wenig. Eine gut gebräuchliche Regel besagt, dass der erwachsene Mensch täglich zumindest 3% des Körpergewichts an Flüssigkeit zuführen soll, bei sportlicher Aktivität entsprechend mehr. Ich bin überzeugt, dass dies die sogenannte ´Vitalität´ positiv beeinflusst. Die Getränke sollen – sofern nicht in zeitlicher Nähe zu einem sportlichen Training – energiearm/-frei sein: (Mineral-)Wasser (ohne Geschmack) oder (Kräuter-)Tee wäre natürlich das Optimum.

 

Trinken und Training (Wettkampf):

Bis 1 Stunde Laufen hat das Trinken wenig Bedeutung – erst ab einem Schweißverlust von 2% des Körpergewichts sinkt die Leistungsfähigkeit. Belastungen von > als 1 Stunde erfordern jedoch frühzeitig Wasserzufuhr, ab 1 ½ - 2 Stunden Training dann unbedingt auch Kohlenhydrate (z. B. Wasser-Fruchtsaft im Verhältnis 2:1). Erst bei deutlich längerer Belastung wird dann zunehmend die Salzzufuhr wichtig (isotonische Fertiggetränke oder ´Schorle mit Salz´). Beim Laufmarathon soll idealerweise nach Plan getrunken werden: pro Stunde ca. 0,75l Flüssigkeit. Deutlich geringere Mengen führen zu stärkeren Leistungseinbußen in der 2. Rennhälfte, zu viel Zufuhr (gibt es auch!) macht Magenprobleme und kann beim Trinken von reinem Wasser sogar zur Wasservergiftung führen!