Blogartikel November 2017

Stretchen beim Aufwärmen als

Verletzunsgprophylaxe?

 

Von DR. RONALD ECKER

 

Muskuläre Dysbalancen und ´Verkürzungen´ können mit Dehnen nicht korrigiert werden. Hierfür ist eine Kräftigung der muskulären Gegenspieler sowie allgemein ein Krafttraining mit großen Bewegungsamplituden angezeigt. Zweckmäßig durchgeführtes Krafttraining steigert auch die Beweglichkeit. Dehnen führt definitiv nicht zu einer Verlängerung eines Muskels! Eine Verletzungsprophylaxe durch Muskeldehnung ist nicht möglich, auch ein ´Muskelkater´ kann damit nicht verhindert werden.

 

Wenn man Dehnen ins Aufwärmprogramm reinnehmen möchte, dann soll dynamisches Dehnen (´Wippen´) bevorzugt werden, längeres statisches Dehnen könnte die ´Muskel-Stiffness´ sogar negativ beeinflussen und somit das Verletzungsrisiko erhöhen. Dehnen hat jedoch sehr wohl Bedeutung: Einerseits in gewissen Leistungssportlichen Disziplinen, die extrem große Gelenksamplituden erfordern (Geräteturnen, Hürdenlauf,…). Andererseits im Gesundheitssport im Sinne von Erhalt oder Steigerung der Gelenksbeweglichkeit (´Gymnastik´).

 

Auch darf man den sozialen Aspekt des Dehnens in der Gruppe nach einem gemeinsamen Läufchen nicht unterschätzen.